Die Sprinti Fahrzeuge

Wir, die Verkehrs-AG Hannover, arbeiten bezüglich der barrierefreien Fahrzeuge eng mit der Fachgruppe RoBiN zusammen.

Die Forderungen zum On-Demand Angebot Sprinti, das Lastenheft, finden Sie   ...hier klicken...

Derzeit     sind Fahrzeuge von Mercedes, vom Typ Sprinter in der Langversion, im Einsatz.

Dieses sind 6-Sitzer, die alle im Heckbereich einen Stellplatz für einen E-Rollstuhl haben. Der Zugang erfolgt über einen schwenkbaren Lift.                                                        

Ab 01.05.2023

kommen weitere 40 Fahrzeuge in der Dieselversion dazu.

Um den barrierefreien Standard beizubehalten, haben wir folgende Forderung aufgestellt:

Zusätzlich zu den Sitzplätzen müssen die Fahrzeuge …
einen Abstellplatz für einen Elektro-Rollstuhl versehen, der im Heck durch einen schwenkbaren Lift erreichbar ist.
Bei Nichtnutzung steht der Raum für Kinderwagen, Rollatoren, sperriges Gepäck und ähnlichem zur Verfügung.


Ab 2024 (mit dem Fahrplanwechsel im Dez. 2023)
kommen zwei weitere Fahrzeugtypen dazu.

Zum einen ...
30 batterieelektrische Fahrzeuge

die mindestens eine Reichweite von 300 km haben müssen. Dies ist nach den bisher gemachten Erfahrungen die Fahrstrecke eines Tages.
Die E-Fahrzeuge haben nur noch 5 Sitze (plus Fahrersitz).

Hierzu lautete unsere Forderung:

Zusätzlich zu den Sitzplätzen müssen die Fahrzeuge
einen Abstellplatz für einen Elektro-Rollstuhl vorsehen, der im Heck durch eine tiefergelegte Bodenwanne und eine Auffahrrampe erreichbar ist.
Bei Nichtnutzung steht der Raum für Kinderwagen, Rollatoren, sperriges Gepäck und ähnlichem zur Verfügung.
(Dies entspricht einem Mercedes eVito)

Den bisherigen Sprinter in der Langversion gibt es als E-Fahrzeug nicht. Daher müssen Abstriche gemacht werden. Nach Vorgabe der Region Hannover müssen es aber unbedingt 5 Fahrgastsitze pro Fahrzeug sein. Dies geht zu Lasten der Barrierefreiheit.

In der Ausschreibung steht daher:

Für die batterieelektrischen Fahrzeuge ist die Beförderung von Elektrorollstühlen nicht erforderlich.
Das Unternehmen hat dafür Sorge zu tragen, dass trotzdem in jedem Teilgebiet stets hinreichend viele barrierefreie Fahrzeuge zur Verfügung stehen, um Menschen, die auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind, eine den übrigen Fahrgästen vergleichbare Bedienqualität zu ermöglichen. 

Zum anderen ...
20 Minibusse

mit einem Fahrgastvolumen für ca. 16 Fahrgäste.

Hierzu lautete unsere Forderung:

Zusätzlich zu den Sitzplätzen müssen die Fahrzeuge …
an der 1. Tür einen niederflurigen Mehrzweckbereich für Elektrorollstühle, Kinderwagen, Rollatoren usw. vorhalten, der über eine Rampe erreichbar ist.

Die Fahrzeuge müssen die gesetzlich vorgeschriebene Einstiegshöhe von 25 cm über Fahrbahnniveau gewährleisten.
(Dies entspricht dem Kleinbus vom Typ Sprinter City 75)


Weitere Ausstattungsmerkmale:       beispielsweise

  • Vom Fahrersitz aus zu bedienende, automatischen Seitentür
  • Ein TFT-Bildschirm und eine Lautsprecheranlage pro Fahrzeug
Die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung - BITV 2.0) ist einzuhalten.

  • Die Fahrzeuge müssen zudem in der Lage sein, mindestens einen Kinderwagen oder zwei Fahrräder zu transportieren. Letztere Anforderung gilt auch dann als erfüllt, wenn hierzu lediglich der für den (Elektro-)Rollstuhl vorgesehene Raum bei Nichtnutzung zur Verfügung steht.
  • Soweit der für Rollstühle reservierte Raum nicht zum Transport von Rollstühlen, Kinderwagen oder Fahrrädern verwendet wird, ist er für Sperrgepäck zur Verfügung zu stellen. Normales Gepäck (mindestens ein Koffer üblicher Größe o.ä. pro Fahrgast) gilt nicht als Sperrgepäck und ist unabhängig vom Transport von Rollstühlen, Kinderwagen und Fahrrädern stets zu transportieren.
  • Rollatoren müssen stets mitgenommen werden
  • Es müssen in jedem Fahrzeug zwei Sitzerhöhungen für Kinder (jeweils ECE-R 44 Klasse II und III) zur Verfügung stehen. 
  • Es muss Fahrgästen möglich sein, alle Arten von selbstmitgebrachten Kindersitzen im Fahrzeug zu montieren. Autogurt- und Isofix-Montage ist zu ermöglichen.